Die Wahrheit
In einer Zeit in der jeder Mann, der Kinder schon einmal von Nahem gesehen hat, meint, er müsse ein Buch darüber schreiben, wie toll das Leben mit Kindern ist und wie sehr er in seiner Vaterrolle aufgeht, in einer solchen Zeit ist es Zeit für die Wahrheit.
Ich liebe meine beiden Quälgeister Martha (seit Februar 2007) und Karl (seit Juni 2008) – ohne sie ginge nicht mehr – eine Art Gewohnheitseffekt. Aber – und das ist ein richtig dickes aber – seitdem die beiden da sind, ist nichts mehr so wie es war und da ich mein Leben auch vor den Kindern schon gerne gelebt habe, ist das nicht positiv gemeint.
Rien ne va plus – nichts geht mehr. So könnte man es zusammenfassen. Banalitäten wie einfach mal ausschlafen, Zeitung lesen oder auch einfach mal alleine sein wollen sind plötzlich emotionsgeladene Wünsche die wie Seifenblasen zerplatzen, wenn kleine Kinderhände danach greifen. Mal ganz abgesehen von Utopien wie Urlaub und Sex, die längst schon am Horizont verschwunden sind.
Die lieben Kleinen sind einfach immer da. Omnipräsent. Vorbei die Zeit in der ich bestimmt habe, was ich mache. Vorbei die Zeit der entspannten Spontaneität. Vorbei die Zeit, in der man auch mal in den Tag hineinleben konnte, in der es egal war, wann man aus dem Büro kam. Adjeu Unbeschwertheit.
Worüber habe ich mir eigentlich einen Kopf gemacht, als ich noch keine Kinder hatte? Ich hatte ja gar keine ernsthaften Probleme – meine Güte, das war doch alles nur ein Spiel! Jetzt ist ernst! Jetzt ist sie da, die Verantwortung! Verantwortung, ein Wort, dass man in diesem Zusammenhang gar nicht groß genug schreiben kann. Sie legt sich wie eine dicke Decke aus Blei über das zarte Pflänzchen der Individualität. Ich will gar nicht in Frage stellen, dass auch eine Decke aus Blei zumindest Schutz vor Regen bietet, aber alles in allem bleibt doch ein drückendes Gefühl von Beklemmung und Unfreiheit.
Familie ist ein verdammt hartes Projekt, wenn man es ernst nimmt und das sollte man – der Kinder zu Liebe – natürlich tun. Es ist im Grunde wohl das härteste Langzeitprojekt, dem man sich stellen kann. Alles andere ist Pipifax. Nicht umsonst scheitern so viele daran. Wenn das Wort „Lebensaufgabe“ irgendwie sinnvoll mit Inhalt gefüllt werden kann, dann mit: Familie. Ich meine jetzt nicht diese Gucci-Familien mit einem Kind, Frau zu Hause, Vater mit mindestens 5-fachem Durchschnittseinkommen, die sich vor lauter Langeweile auch noch einen Hund anschaffen. Nein, ich meine die Familien, die hart dafür arbeiten müssen, ihren Kindern eine Zukunft zu bieten, die den Namen verdient hat und die Familien, die das auch wollen und nicht die ganze Verantwortung – da ist sie wieder – auf Vater Staat schieben wollen.
Also, wer wissen will, wie es in einer solchen Familie wirklich zu geht, wer keine Angst vor menschlichen Abgründen hat, wer seine Illusionen über ein idyllisches Familienleben mit Kindern schon immer mal gepflegt über Bord werfen wollte, der lese von nun an diesen Blog.
Ich liebe meine beiden Quälgeister Martha (seit Februar 2007) und Karl (seit Juni 2008) – ohne sie ginge nicht mehr – eine Art Gewohnheitseffekt. Aber – und das ist ein richtig dickes aber – seitdem die beiden da sind, ist nichts mehr so wie es war und da ich mein Leben auch vor den Kindern schon gerne gelebt habe, ist das nicht positiv gemeint.
Rien ne va plus – nichts geht mehr. So könnte man es zusammenfassen. Banalitäten wie einfach mal ausschlafen, Zeitung lesen oder auch einfach mal alleine sein wollen sind plötzlich emotionsgeladene Wünsche die wie Seifenblasen zerplatzen, wenn kleine Kinderhände danach greifen. Mal ganz abgesehen von Utopien wie Urlaub und Sex, die längst schon am Horizont verschwunden sind.
Die lieben Kleinen sind einfach immer da. Omnipräsent. Vorbei die Zeit in der ich bestimmt habe, was ich mache. Vorbei die Zeit der entspannten Spontaneität. Vorbei die Zeit, in der man auch mal in den Tag hineinleben konnte, in der es egal war, wann man aus dem Büro kam. Adjeu Unbeschwertheit.
Worüber habe ich mir eigentlich einen Kopf gemacht, als ich noch keine Kinder hatte? Ich hatte ja gar keine ernsthaften Probleme – meine Güte, das war doch alles nur ein Spiel! Jetzt ist ernst! Jetzt ist sie da, die Verantwortung! Verantwortung, ein Wort, dass man in diesem Zusammenhang gar nicht groß genug schreiben kann. Sie legt sich wie eine dicke Decke aus Blei über das zarte Pflänzchen der Individualität. Ich will gar nicht in Frage stellen, dass auch eine Decke aus Blei zumindest Schutz vor Regen bietet, aber alles in allem bleibt doch ein drückendes Gefühl von Beklemmung und Unfreiheit.
Familie ist ein verdammt hartes Projekt, wenn man es ernst nimmt und das sollte man – der Kinder zu Liebe – natürlich tun. Es ist im Grunde wohl das härteste Langzeitprojekt, dem man sich stellen kann. Alles andere ist Pipifax. Nicht umsonst scheitern so viele daran. Wenn das Wort „Lebensaufgabe“ irgendwie sinnvoll mit Inhalt gefüllt werden kann, dann mit: Familie. Ich meine jetzt nicht diese Gucci-Familien mit einem Kind, Frau zu Hause, Vater mit mindestens 5-fachem Durchschnittseinkommen, die sich vor lauter Langeweile auch noch einen Hund anschaffen. Nein, ich meine die Familien, die hart dafür arbeiten müssen, ihren Kindern eine Zukunft zu bieten, die den Namen verdient hat und die Familien, die das auch wollen und nicht die ganze Verantwortung – da ist sie wieder – auf Vater Staat schieben wollen.
Also, wer wissen will, wie es in einer solchen Familie wirklich zu geht, wer keine Angst vor menschlichen Abgründen hat, wer seine Illusionen über ein idyllisches Familienleben mit Kindern schon immer mal gepflegt über Bord werfen wollte, der lese von nun an diesen Blog.
yeats77 - 28. Aug, 15:57
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