Perfider Anschlag in Teeküche.
Orange ist alle. Nehme ich den letzten Orange für die ganze Kanne? Ich nehme immer zwei pro Kanne. In einem Anflug von schier grenzenloser Flexibilität ergänze ich Orange mit Waldbeere. Davon habe ich noch jede Menge. Der leere Orange Karton erhält im Altpapier eine reelle Chance auf ein neues Leben. Ich nicht. Meine Flexibilität rächt sich in der Teeküche. Der Bindfaden an Waldbeere ist knapp unter dem Papierschildchen zum anfassen gerissen. Das kann kein Zufall sein. Obduktion des tranchierten Baumwollbindfadens: Schnittstelle! Keine natürliche Ursache. Jemand hat es auf mich abgesehen. Unruhig bestatte ich das Schildchen mit dem Fadenrest im Restmüll. Das ist nicht ganz korrekt, aber ich bin emotional zu aufgewühlt, um in dieser Situation an Mülltrennung zu denken.
Das Teewasser ist fertig. Ich schaffe es, Waldbeere auch ohne Schildchen am bloßen Faden festzuhalten während sich das wild kochende Wasser nur knapp neben meiner Hand in die zerbrechlich gläserne Kanne ergießt. Nach dem Mittelwert der Zubereitungszeiten von Orange und Waldbeere hat sich die Lage deutlich entspannt. Der Tee schmeckt nach Orange und Waldbeere.
Ich habe diese Herausforderung bewältigt. Ich bin daran gewachsen. Der Attentäter ist gescheitert. Er muss damit leben.
Das Teewasser ist fertig. Ich schaffe es, Waldbeere auch ohne Schildchen am bloßen Faden festzuhalten während sich das wild kochende Wasser nur knapp neben meiner Hand in die zerbrechlich gläserne Kanne ergießt. Nach dem Mittelwert der Zubereitungszeiten von Orange und Waldbeere hat sich die Lage deutlich entspannt. Der Tee schmeckt nach Orange und Waldbeere.
Ich habe diese Herausforderung bewältigt. Ich bin daran gewachsen. Der Attentäter ist gescheitert. Er muss damit leben.
yeats77 - 8. Jan, 19:25
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